Brustverkleinerung (Mammareduktionsplastik)
Kurzübersicht
- Dauer der Behandlung in Abhängigkeit vom Befund: 3 – 4 Stunden
- Narkoseart: Vollnarkose
- Ambulante Behandlung mit professioneller Betreuung in der ersten Nacht; bei ausgeprägtem Befund sowie bei Risikopatienten stationäre Behandlung
Indikation:
große, zu stark entwickelte, meist auch hängende Brüste
unterschiedliche Brustgröße (Asymmetrie) mit Erschlaffung der Haut (Schwangerschaft, Gewichtsabnahme, Alter)
mit der Brustverkleinerung wird häufig eine Bruststraffung durchgeführt
Operation:
Je nach Form und Ausgangssituation wird vor der Operation entsprechend der Wunschvorstellung der Patientin die Zielgröße der Brust geplant.
Bei der Brustverkleinerung werden Anteile des Brust- und Fettgewebes sowie die überschüssige Haut entfernt. Meist erfolgt eine gleichzeitige Bruststraffung, wobei das Brustgewebe neu modelliert und zusammen mit der Brustwarze angehoben wird. Idealerweise sollte die Höhe der Brustwarzen in Projektion auf die Oberarmmitte liegen. Meistens wird dabei der ebenfalls vergrößerte Warzenhof auf einen Durchmesser von etwa 4 cm verkleinert.
Die Technik der Brustverkleinerung variiert in Abhängigkeit vom Ausgangsbefund. Oberstes Ziel ist es, eine symmetrische runde Form der verkleinerten und gestrafften Brüste über eine möglichst narbensparende Schnittführung zu erreichen. Bei mittelgroßen Brüsten erfolgt die Schnittführung um den Warzenhof herum und über eine Verlängerung dieser Schnittführung bis zur unteren Brustfalte hin (Lejour-Technik) und bei ausgeprägten Formen mit einer von Prof. Pallua entwickelten l-förmigen Technik, bei der das Dekolleté narbenfrei bleibt.
Nach dem Eingriff:
- Fadenzug nach 2 Wochen
- Stütz-BH für 3 Monate
- Beginn der Narbennachsorge (Narbenmassage und evtl. Aufbringen von selbstklebenden Silikonplatten) nach Fadenzug
- Vermeidung von körperlicher Belastung (v.a. Heben der Arme) für 3 Wochen
- Vermeidung sportlicher Aktivitäten mit den Armen für 2 – 3 Monate